Ein KI-Agent ist ein gespeichertes Briefing. Workflows nutzen ihn zum Schreiben. Statt bei jedem Lauf zu beschreiben, was du willst, beschreibst du es einmal, und der Agent wendet es jedes Mal an.
Agenten werden im Schritt Use AI agent eines Workflows erstellt und verwaltet. Nur dort gibt es sie.

Der Schritt Use AI agent, ausgewählt im Workflow-Builder. Über Pick AI agent legst du auch einen neuen an.
Einen Agenten erstellen
Wähle in einem Workflow den Schritt Use AI agent und dann New agent. Ein Agent besteht aus fünf Dingen.
Agent name — Used to identify this agent in workflows. Benenne ihn nach seiner Aufgabe: RSS summariser, DM responder.
Prompt — Defines the agent persona, context, and behavior. Das ist der Agent. Alles andere sind nur Schalter.
LLM — Select which provider and model to use for this agent. Zur Auswahl stehen GPT-4o mini, GPT-4o und GPT-5.1.
Image generation — Allow the agent to generate images if needed.
Web search — Allow the agent to search the web if needed.
Den Prompt schreiben
Der Standard ist You are a helpful assistant, und der liefert genau die blasse Ausgabe, die du erwartest. Ein brauchbarer Prompt deckt vier Dinge ab:
- Als wer er schreibt — die Marke, was sie macht, wer bei ihr kauft
- Die Aufgabe — Mach aus dem Artikel einen kurzen Post, der Lust aufs Lesen macht
- Vorgaben — Länge, Tonalität, was zu vermeiden ist, ob ein Link dazugehört
- Was er nicht tun soll — keine Hashtags, keine Emojis, keine erfundenen Statistiken
Der Unterschied zwischen einem Prompt aus zwei Zeilen und einem durchdachten ist der Unterschied zwischen einer Automation, die du nach einer Woche ausschaltest, und einer, die du weiterlaufen lässt.
Der Prompt des Agenten ist von deinem Markenprofil getrennt, das die übrige KI von Ocoya liest. Ein Agent weiß nur, was sein Prompt ihm sagt. Wiederhole dort also das Wesentliche.
Ein Modell wählen
GPT-4o mini ist am schnellsten und am günstigsten. Das reicht für kurze, formelhafte Ausgaben, etwa eine DM-Bestätigung oder eine einzeilige Kommentarantwort.
GPT-4o und GPT-5.1 gehen besser mit Nuancen um. Sie lohnen sich, wenn die Ausgabe öffentlich und abwechslungsreich ist, etwa wenn du einen Artikel in einen Post verwandelst oder auf etwas antwortest, das man genau lesen muss.
Die Kosten in Credits hängen nicht vom Modell ab: Ein Workflow-Lauf kostet 1 Credit, egal welches du wählst.
Bildgenerierung und Websuche
Lass beides aus, solange der Agent es nicht braucht.
Image generation ist sinnvoll für einen Agenten, der einen Schritt Create social post füttert und jedes Mal ein Bild liefern soll. Web search ist sinnvoll, wenn der Agent etwas braucht, das der Trigger nicht liefert.
Beides verlängert einen Lauf und bietet mehr Raum für Fehler. Schalte es also bewusst ein und nicht standardmäßig.
Testen, bevor du ihn einschaltest
Es gibt eine Schaltfläche Test — Your agent is always ready. Ask it for something. Ein Test kostet 1 Credit.
Teste immer zuerst. Ein Credit für die Prüfung ist besser, als einen schlechten Prompt erst nach dreißig Live-Läufen zu bemerken. Nur so siehst du die Ausgabe des Agenten, bevor echte Menschen sie sehen.
Wiederverwendung verbessert alles auf einmal
Ein Agent gehört zur Marke und kann von mehreren Workflows genutzt werden. Wenn du seinen Prompt verbesserst, verbessert das jeden Workflow, der ihn nutzt. Deshalb sind ein paar gut geschriebene Agenten besser als einer pro Workflow.
Edit AI agent und Delete AI agent findest du im selben Panel. Ein Agent, der noch in einem Workflow verwendet wird, lässt sich erst löschen, wenn du ihn dort getrennt hast.